Wes Montgomery gilt als der einflussreichste Jazzgitarrist. Er wurde erst mit 37 Jahren berühmt und verstarb bereits acht Jahre später, aber sein Schaffen in diesen acht Jahren reichte, um Musikgeschichte zu schreiben und in dieser Zeit eine erstaunliche Wandlung vom Geheimtipp zur Ikone der Unterhaltungsmusik zu vollziehen. Dabei wurde er so einflussreich, dass er für die meisten großen Spieler danach (und das schließt Pat Metheny und George Benson ein) zu einer Gallionsfigur wurde.
Biograf Oliver Dunskus erforscht und dokumentiert seit vielen Jahren das Leben und das Werk Montgomerys und publizierte die bislang einzige detaillierte Biografie dieses Ausnahmemusikers.
In dem mehrstündigen Vortrag werden unterschiedliche Aspekte Wes Montgomerys behandelt:
- Sein musikalisches schaffen und seine Metamorphose vom Lokalmatador zur Jazzikone und zum Popmusiker
- Seine Stilistik, Spieltechnik und sein Sound, sowie seine Instrumente anhand von Videomaterial und Soundbeispielen
- Seine Studio- und Liveaufnahmen inklusiver sehr seltener obskurer Aufnahmen
- Anekdoten, Missverständnisse und Kuriositäten über Wes
Sie mögen und kennen Wes und seine Musik vielleicht schon, aber wussten sie z. B. dass
- Wes bereits als Jugendlicher Gitarre spielen konnte,
- er nicht nur Gibson L5 Gitarren spielte,
- er drei Brüder hatte von denen zwei ebenfalls weltberühmt wurden
- sein Manager mit der Tochter von Jim Hall verheiratet war
- und dass er mehrmals mir John Coltrane auftrat?
In all das und noch viel mehr werden wir tief einsteigen
"Wie können wir einfache und gleichzeitig schöne Melodien über typische Akkordverbindungen, die uns immer wieder in klassischen Standards begegnen, kreieren?
Und wie lernen wir, das gesamte Griffbrett vom tiefsten bis zum höchsten Ton zu beherrschen?
Mit ein paar schnell zu lernenden Lick´s und Tricks schaffen wir es, von einem in den nächsten Akkord zu kommen und dadurch die Angst davor zu verlieren, sich komplexeren Akkordverbindungen zu nähern. Wir hören in ein paar gute Ideen von bekannten Gitarristen hinein - Wes Montgomery, Django Reinhardt, Tal Farlow - und lassen uns davon inspirieren. Um das auszuprobieren, nehmen wir allseits bekannte Titel, wie "Autumn Leaves", "The Days of Wine and Roses" oder "You don´t know what Love is" als Arbeitsgrundlagen.
Hier noch ein kurzes Video zum Workshop:
https://youtube.com/shorts/6jAYx3cjg8s?is=8_Vt3CIzvuDIPnL